Seit dem 2. August 2026 ist Art. 4 der KI-Verordnung (KI-VO) durchsetzbar. Er verlangt von jedem Unternehmen, das KI-Systeme einsetzt – und dazu zählt bereits ChatGPT, Copilot oder ein KI-Übersetzer im Büro –, dass die Mitarbeitenden über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Viele Geschäftsführer fragen sich jetzt: Was genau muss ich tun, wie beweise ich es – und wie bekomme ich das erledigt, ohne dass das halbe Team einen Tag lang im Schulungsraum sitzt?
Was Art. 4 KI-VO wirklich verlangt
Art. 4 verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, Maßnahmen zu ergreifen, damit ihr Personal über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügt. Maßstab sind dabei die technischen Kenntnisse, die Erfahrung und Ausbildung der Mitarbeitenden sowie der Kontext, in dem die KI eingesetzt wird.
Wichtig ist, was Art. 4 nicht sagt:
- Es gibt keine ausdrückliche Schulungspflicht. Verlangt wird nachweisbare Kompetenz – auf welchem Weg Sie sie herstellen, bleibt Ihnen überlassen.
- Es gibt kein staatlich anerkanntes Art.-4-Zertifikat. Niemand kann Ihnen ein „offizielles“ Zertifikat verkaufen, das die Pflicht automatisch erfüllt.
- Die Pflicht gilt unabhängig von der Unternehmensgröße – auch für den Handwerksbetrieb mit fünf Mitarbeitenden, der ChatGPT für Angebote nutzt.
In der Praxis ist eine dokumentierte Schulung trotzdem der sicherste Weg: Sie zeigt, dass Sie aktiv etwas getan haben, und lässt sich bei einer Prüfung durch die Aufsicht – in Deutschland die Bundesnetzagentur – einfach vorlegen.
Was zu „ausreichender KI-Kompetenz“ gehört
Aus dem Zweck der Verordnung lässt sich ein praxistauglicher Kern ableiten. Ihre Mitarbeitenden sollten:
- verstehen, wie KI funktioniert – und warum ein Sprachmodell plausibel klingende, aber falsche Antworten liefern kann,
- den Rechtsrahmen kennen – Risikoklassen, Transparenzpflichten, DSGVO und Urheberrecht,
- sicher arbeiten – keine Kundendaten in öffentliche Tools, Halluzinationen erkennen, Prompt Injection durchschauen, Ergebnisse prüfen,
- KI sinnvoll einsetzen – gute Prompts schreiben, iterieren, Ergebnisse in den Arbeitsalltag übernehmen.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen informiert und kompetent: Wer nur ein Merkblatt gelesen hat, erkennt die erfundene Zahl in der Vorstandspräsentation trotzdem nicht.
So dokumentieren Sie den Nachweis richtig
Ein belastbarer Nachweis besteht aus mehr als einer Teilnehmerliste. Halten Sie mindestens fest:
- Wer wurde geschult (Name, Rolle, Abteilung)?
- Was waren die Inhalte, und in welchem Umfang?
- Wann wurde die Schulung abgeschlossen?
- Wie wurde der Lernerfolg geprüft (z. B. Abschlussprüfung)?
- Wann wird aufgefrischt – etwa bei neuen Tools oder neuen Regeln?
Legen Sie diese Unterlagen zentral ab, zum Beispiel zusammen mit Ihrem KI-Inventar. Dann haben Sie bei Nachfragen alles an einer Stelle.
Präsenzschulung oder online?
Die klassische Präsenzschulung hat einen Haken: Alle müssen zur gleichen Zeit an einem Ort sein. Bei Schichtbetrieb, Außendienst oder Teilzeitkräften wird die Terminfindung schnell zum eigentlichen Projekt – und jeder Schulungstag ist ein Arbeitstag, der fehlt.
Ein Online-Kurs löst genau das: Jede Person lernt, wann es in ihren Arbeitsalltag passt, in kurzen Einheiten, auch am Handy. Entscheidend ist, dass der Kurs nicht bei „Video ansehen“ stehen bleibt, sondern Verständnis prüft und am Ende einen Nachweis liefert, den Sie ablegen können.
Der KI-Kompetenznachweis in der ScaleWise Akademie
Für genau diesen Fall haben wir die ScaleWise Akademie gebaut:
- Kurze Video-Lektionen zu KI-Grundlagen, Rechtsrahmen, sicherem Arbeiten und Praxis – in der Regel an einem Vormittag abgeschlossen, im eigenen Tempo.
- Wissenschecks nach jeder Lektion und eine Abschlussprüfung, damit echtes Verständnis nachgewiesen ist.
- KI-Lernhilfe direkt im Kurs – und zusätzlich ein Trainer auf Anfrage, wenn es einmal hakt.
- Zertifikat mit Prüfnummer und QR-Code, das Inhalte und Umfang ausweist und online verifizierbar ist – ein sauberer Baustein für Ihre Dokumentation.
Der Ablauf für Unternehmen ist bewusst einfach: Sie fragen die benötigte Anzahl an Teilnehmerlizenzen an, erhalten ein Angebot, wir richten die Zugänge ein – und Ihr Team kann starten.
Transparente Staffelpreise
Sie zahlen eine Pauschale je Unternehmen, gestaffelt nach Anzahl der Mitarbeitenden (alle Preise zzgl. MwSt.):
| Mitarbeitende | Pauschale | rechnerisch pro Person |
|---|---|---|
| bis 5 | 390 € | 78,00 € |
| bis 10 | 690 € | 69,00 € |
| bis 20 | 1.090 € | 54,50 € |
| bis 50 | 2.290 € | 45,80 € |
| über 50 | Firmenlizenz nach Absprache |
Alle Stufen finden Sie auf der Akademie-Seite.
Und wenn es tiefer gehen soll?
Der Kompetenznachweis deckt die Grundlagen für alle ab. Für einzelne Bereiche – etwa KI im Vertrieb, in HR oder in der Buchhaltung, eigene GPTs und Agenten oder KI-Governance – bieten wir Spezialschulungen live online mit Trainer an, zugeschnitten auf Ihr Team. Die Akademie wird außerdem laufend um weitere Kurse erweitert.
Checkliste: Art. 4 in fünf Schritten erledigen
- KI-Inventar erstellen: Welche KI-Tools nutzt Ihr Team – auch „inoffiziell“?
- Betroffene festlegen: Wer arbeitet mit diesen Tools?
- Schulung durchführen: z. B. den KI-Kompetenznachweis in der ScaleWise Akademie.
- Nachweise ablegen: Zertifikate, Inhalte, Datum, Prüfungsergebnis.
- Auffrischung planen: bei neuen Tools, neuen Rollen oder neuen Regeln.
Sie möchten Ihr Team jetzt fit machen? Fragen Sie Ihre Teilnehmerlizenzen direkt an – in der Regel erhalten Sie Ihr Angebot innerhalb von 24 Stunden.