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BAFA-Förderung 2026: Was sich ändert und wie KMU jetzt davon profitieren

Nick Wolf · 8. Dezember 2025

Das Jahresende ist für Unternehmen oft die Zeit, Förderanträge noch vor dem Jahreswechsel zu stellen. 2025 ist das besonders relevant: Die BAFA-Unternehmensberatungsförderung wird für 2026 in Teilen angepasst, und einige Konditionen sind unter dem laufenden Programm günstiger als unter den Neuregelungen.

Was sich bei der BAFA-Förderung ändert

Die Bundesregierung hat im Haushalt 2026 die Mittel für Unternehmensberatungsförderung leicht angepasst. Konkrete Änderungen:

Brutto-Regelung ab 2026: Bisher konnte das Beraterhonorar netto als Berechnungsgrundlage für die Förderung angesetzt werden. Ab 2026 wird für bestimmte Konstellationen der Bruttobetrag zur Berechnung herangezogen – was bei nicht vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen (z.B. Ärzte, Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuervoranmeldung) die effektive Förderhöhe beeinflusst.

Für umsatzsteuerpflichtige Unternehmen ändert sich rechnerisch wenig – da die Mehrwertsteuer als Vorsteuer abgezogen werden kann.

Unverändert bleiben:

  • Fördersatz: 50 % (alte Bundesländer), 80 % (neue Bundesländer)
  • Maximale Förderhöhe: 1.750 € (alte Bundesländer)
  • Antragsweg: weiterhin über BAFA-Portal

Warum ein Antrag noch im Dezember sinnvoll sein kann

Jahresbudget ausschöpfen: Viele Unternehmen haben am Jahresende noch Budgetspielraum für externe Beratung. BAFA-Anträge, die im Dezember 2025 gestellt werden, fallen unter die aktuellen Konditionen.

Strategischen Start ins neue Jahr planen: Wer eine KI-Potenzialanalyse im Januar/Februar 2026 plant, kann den BAFA-Antrag schon jetzt stellen. Die Beratung selbst findet dann im neuen Jahr statt, ist aber bereits bewilligt.

Art. 4-Schulungen nachholen: Die KI-Kompetenzpflicht gilt seit Februar 2025. Unternehmen, die bisher nicht geschult haben, können die Schulung noch im Dezember BAFA-gefördert planen und im ersten Quartal 2026 durchführen.

Was ein sinnvolles BAFA-gefördertes KI-Beratungsprojekt kostet

Zur Orientierung – ein typisches Beratungsprojekt im KI-Bereich:

KI-Potenzialanalyse (1–2 Tage):

  • Brutto-Honorar: 2.400–3.500 €
  • BAFA-Förderung: 1.200–1.750 €
  • Eigenanteil: ca. 650–1.750 €

KI-Strategieworkshop + Roadmap (2–3 Tage):

  • Brutto-Honorar: 3.500–6.000 €
  • BAFA-Förderung: bis zu 1.750 € (Maximalgrenze)
  • Eigenanteil: ca. 1.750–4.250 €

EU AI Act-Schulung nach Art. 4 (halber Tag, bis 15 TN):

  • Brutto-Honorar: 1.800–2.800 €
  • BAFA-Förderung: bis zu 1.400 €
  • Eigenanteil: ca. 400–1.400 €

Kombination mit Digitalbonus zum Jahresende

Wer 2025 noch einen Digitalbonus-Antrag stellen möchte (Bayern), sollte beachten: Das Programm läuft über das Wirtschaftsjahr des Landes. Anträge, die bis zum 31. Dezember 2025 gestellt werden, können noch aus dem 2025er-Budget bedient werden – sofern das Budget nicht bereits erschöpft ist.

Tipp: Vorab beim Bayern Innovativ prüfen, ob aktuelle Budgets noch verfügbar sind.

Fazit: Jahresendgeschäft mit strategischem Blick

Fördermittel sind kein Selbstzweck – aber wer ohnehin plant, im ersten Halbjahr 2026 KI-Beratung in Anspruch zu nehmen oder KI-Schulungen durchzuführen, profitiert davon, den Antrag jetzt zu stellen.

Und unabhängig von der Förderung: Die strategische Frage ins neue Jahr ist nicht, ob KI eingesetzt werden soll, sondern wie strukturiert der Einsatz wird.


ScaleWise unterstützt KMU in Bayern bei der BAFA-Antragstellung und führt KI-Beratung und Schulungen nach Art. 4 durch. BAFA-zugelassen, persönlich in Niederbayern und Mittelfranken.

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